Sven Wiebers

Berlin, Deutschland

Maler Sven Wiebers | Kuenstler | weartberlin Online Galerie

 

Analytisch und emotional zugleich - Die traditionelle Malerei von Sven Wiebers

 

Atmosphäre und Licht faszinieren in Sven Wiebers akribischer Malerei. Reisen sind die Inspirationsquelle für die Motive seiner Werke. Die Themenwelten wechseln in den Acrylmalereien des Berliner Künstlers zwischen menschenleerer Landschaft und urbanen Szenen.

Stilistisch finden sich in den Werken des Malers Merkmale des Impressionismus und des Fotorealismus. Seinen speziellen Blick auf Landschaft, Stadt und Menschen spiegelt Sven Wiebers als umfassende Ansicht oder ausschnitthafte Teilwiedergabe in seinen Malereien. Die Arbeiten des Malers sind detailgetreu, exakt und präzise. Seine handwerkliche Grundlage erhielt der Künstler während seiner Ausbildung zum Restaurator. In altmeisterlicher Manier arbeitet sich Sven Wiebers von einem tiefdunklen Grund zum Licht und somit zur Körperlichkeit und malerischer Leichtigkeit vor und verleiht seinen Werken ihre einzigartige Wirkung auf den Betrachter.

 

Maler Sven Wiebers | Kuenstler | weartberlin Online Galerie

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weartberlin im Interview mit dem Maler Sven Wiebers

 

WEARTBERLIN:
"Worum geht es in deiner Kunst?"

SVEN WIEBERS:

"Meine Kunst entsteht in erster Linie für mich, um Freude daran zu haben. Im Unterschied zu Konzeptkünstlern arbeite ich intuitiv. Ich versuche mit der Kunst auszudrücken was mich im Innersten bewegt. Mein Inneres nach außen zu kehren. Die Malerei ist ein Vorwand, um mich meinem Inneren disziplinmäßig zu nähern.

Mit meiner Kunst möchte ich auch unabhängig sein. Ich habe meinen Stil öfter gewechselt und diese Freiheit möchte ich mir erhalten. Bevor ich mich der figurativen Malerei gewidmet habe, waren meine Arbeiten Langezeit abstrakt.

In meinen Malereien will ich einen bestimmten Ton ausdrücken, dieser muss harmonieren, bei abstrakten genauso wie bei figurativen Kompositionen. Es muss sich für mich ein stimmiger Bildklang ergeben. Das Motiv kommt an zweiter Stelle.

Natürlich habe ich Vorlieben wie New York oder Venedig. Bei meinen Fotografie-Skizzen, die ich in den Städten mache, wähle ich Ausschnitte. Mehr als das Motiv selbst interessiert es mich, den Bildklang dabei festzuhalten. Davon lasse ich mich inspirieren. Zu einigen Städten entsteht bei mir allerdings keine Verbindung. Es fehlt dann der Ton. Der Ton ergibt sich aus einer gewissen Sehnsucht für diese Städte.

Ich bin auch ein sehr filmaffiner Mensch. Beim Malen lasse ich mich oft von Filmszenen und der Stimmung inspirieren."

 

Maler Sven Wiebers | Kuenstler | weartberlin Online Galerie

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WEARTBERLIN:
"Gibt es auch noch andere Einflüsse wie Situationen, Ereignisse oder Personen in deiner Kunst?"

SVEN WIEBERS:

"Gewisse Einflüsse habe ich natürlich aus der Kunstgeschichte von Rauschenberg über Dürer oder Bosch. Und Horst Janssen verehre ich schon immer. Ich bewundere seine einzigartigen Zeichnungen.

Meine grundlegende Auffassung ist: in allem steckt Bewusstsein, auch bei meiner Malerei. Alles ist in allem zu sehen. Also muss in allem auch etwas Schönes zu sehen sein. Die Gesamtheit, die die Welt bietet, stellt sich in jedem Blickpunkt dar. Insofern muss ich nicht in Konzepten denken und ich muss eigentlich auch nicht etwas Neues erfinden, sondern einfach nur gut hinsehen. Und währenddessen erkenne ich die Schönheit der Welt.

Philosophisch gesehen ist die Welt so, wie wir sie sehen. Was ich sehe, bin ich. In meinen Gedanken dazu sind wir es, die sich unsere Welt selbst erschaffen und gestalten. Und umso freier ich in dieser Welt bin, umso glücklicher kann ich sein und umso leichter erschaffe ich. Und das möchte ich darstellen, durch hinsehen. In der Außenwelt spiegelt sich das, was ich innerlich denke.

Das ist die Philosophie, die hinter meinen Werken steckt. Meine Werke sind aber auch zugänglich ohne diesen ganzen „Beipackzettel“."

 

Maler Sven Wiebers | Kuenstler | weartberlin Online Galerie

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WEARTBERLIN:
"Wann ist dein erstes künstlerisches Werk entstanden?"

SVEN WIEBERS:

"Als ich vier oder fünf Jahre alt war, habe ich mein erstes Bild gemalt. Bei einem Sonntagskonzert der Beethoven Sonate, die im Fernsehen übertragen wurde, habe ich die Musiker vom Fernseher abgemalt. Meine Oma hatte damals 1959 den ersten Schwarz-Weiß-Fernseher."

 

WEARTBERLIN:
"Wann hattest du den Wunsch Künstler zu werden?"

SVEN WIEBERS:

"Ursprünglich wollte ich Lehrer werden und mit Kindern arbeiten. Ich habe dann auch Lehramt studiert und Kunst. Nach dem Wunsch meiner Eltern, mein Vater war Zahnarzt, meine Mutter Tänzerin, sollte ich etwas Solides lernen. So habe ich mir ein Leben als Künstler zunächst nicht zugetraut und bin Kunsterzieher geworden. Später habe ich in Thüringen 3 Jahre am Institut für Denkmalpflege gearbeitet und danach in Dresden an der Kunsthochschule mein Studium als Restaurator begonnen. Meine größte Entdeckung war der Fund der zweitältesten mittelalterlichen Malerei von ganz Thüringen. Bei der Untersuchung eines Wandstückes in einem alten Turm in Erfurt bin ich unter vielen anderen Farbschichten auf einen blauen Schuh gestoßen. So etwas ist fantastisch.

Als ich 1980 dann einen Ausreiseantrag gestellt hatte, musste ich drei Jahre auf meine Ausreise warten und verlor meinen Studienplatz. Dies war der Zeitpunkt, an dem ich begonnen habe, mich 100% auf meine Kunst zu konzentrieren. Ab 1980 war für mich innerlich klar: Die Kunst ist meins.

Später entstand mit meiner Frau Eva zusammen die Idee der Gründung einer Produzenten-Galerie. Wir wollten gerne mit befreundeten Malern zusammen eine eigene Galerie eröffnen. Wir waren zu viert und haben uns 2001 um die gerade neu modernisierten Räume in der Veteranenstraße in Berlin Mitte bemüht. Unser Konzept konzentrierte sich darauf Malerei und Plastik zu zeigen, anders als in vielen anderen Galerien, in denen zu dieser Zeit hauptsächlich Fotografien gezeigt wurden."

 

Maler Sven Wiebers | Kuenstler | weartberlin Online Galerie

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WEARTBERLIN:
"Worum geht es in deinem aktuellsten Werk?"

SVEN WIEBERS:

"Was man aktuell sieht, ist eher abstrakt und zunächst der Grundklang des Werks. Das Motiv ist eine Überschwemmungspfütze an einem trüben Tag auf einem Stoppelfeld, auf dem Gras gewachsen ist und einige Vögel hochfliegen. Vernebelt.

Wenn man Kunst schafft, ist es wichtig eine Strategie, ein Konzept zu haben. Gleichzeitig ist es wichtig, auch offen für Intuition zu sein. Es gehört ein hohes Maß an Freiheit dazu, sich zu erlauben, sich von seinem Konzept zu distanzieren. Das ist ein fließender Übergang, ein Lustprinzip, stark begleitet aber auch von Ethik, Moral und gesellschaftlichen Werten.

Früher habe ich sehr wild gelebt und bin gegen den Strom geschwommen. Dabei fühlte ich mich in gewisser Weise aber nicht frei. Um ins Gleiten zu kommen, habe ich nicht das Bedürfnis ständig im Widerstand zu sein. Ich bin der Meinung, ich bin auf dieser Welt, um glücklich zu sein."

 

Maler Sven Wiebers | Kuenstler | weartberlin Online Galerie

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WEARTBERLIN:
"Berlin ist für dich..."

SVEN WIEBERS:

"In meinen Arbeiten steckt viel von Berlin. Meine Kunst ist auch stark von Berlin geprägt. Berlin ist für mich, zumindest in Deutschland, die freieste Stadt mit den meisten Möglichkeiten und der hinreichenden Größe. Man trifft ständig auf neue Menschen. Es ist die permanente sowohl historische als auch gegenwärtige Veränderung, es kommt nie zum Stillstand. Berlin ist für mich Freiheit."

 

WEARTBERLIN:
"Wie sieht ein regulärer Tagesablauf bei dir aus?"

SVEN WIEBERS:

"Ich arbeite täglich. Eva und ich lieben es früh rauszugehen, auch wenn es regnet. Es ist die Lust auf die Stadt, die wir mit unseren Touren durch Berlin stillen. Und wenn wir gegen Mittag zurückkehren, beginne ich mit meiner Arbeit und arbeite bis in den Abend hinein. Ganz egal an welchem Wochentag haben wir diesen Rhythmus. Vor acht Uhr abends hören wir auf keinen Fall auf und trinken zwischendurch mal einen Kaffee."

 

Maler Sven Wiebers | Kuenstler | weartberlin Online Galerie

 

WEARTBERLIN:
"Welches ist das wichtigste Werk für dich? Gibt es für dich ein Masterpiece?"

SVEN WIEBERS:

"Es gibt bei mir kein Lieblingswerk. Aber ich habe irgendwann eine Entscheidung gefällt:

In meinen Bildern steht die Harmonie des Bildklangs, die Schönheit, im Mittelpunkt.

Das klingt jetzt ein wenig seltsam, aber es war für mich eine mutige Sache. Ich bin nach dem Krieg geboren, 1953, als alles politisch war, im Osten wie im Westen. Die Kunstszene war davon geprägt, so negativ wie möglich in ihrer Aussage zu sein. Daher war es für mich emanzipatorisch das Schöne in einem Bild zu fokussieren. Ich musste mich gegen viele andere Positionen durchsetzen, um mit meinen Werken zu einer inneren Freiheit zu gelangen.

Schön ist auch, wenn man in den Arbeiten eine Leichtigkeit bewahrt. Solange man in einem Fluss ist, werden die Arbeiten auch immer mit Leichtigkeit verbunden sein."

 

WEARTBERLIN:
"Hast du für die Zukunft Visionen im Kopf, nach welchen Sternen du bei deiner Kunst noch greifen möchtest?"

SVEN WIEBERS:

"Nach so vielen wie möglich. Da ich mir die Freiheit als Motto gesetzt habe, kann ich im Prinzip nicht genau sagen, was ich in 20 Jahren machen werde. Ich hoffe, ich behalte die notwendige Beweglichkeit. So dass ich, wenn ich etwas anderes denke, dies auch tue. Irgendwann will ich auch noch dieses unausgesprochene Masterpiece malen."

 

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Vita

1986 bis heute                   freischaffender Künstler, lebt und arbeitet in Berlin
1984 - 1986 Studium der Visuellen Kommunikation an der Hochschule der Künste Westberlin
1983 Übersiedlung nach Westberlin
1980 Studienbeginn als Restaurator an der Kunsthochschule in Dresden
1978 - 1986 Tätigkeit als freischaffender Restaurator
1974 - 1977 Lehrerstudium an der Pädagogischen Hochschule Erfurt in der Fächerkombination Mathematik und Bildende Kunst
1953 in Glauchau, Sachsen, geboren

Ausstellungen


* Einzelausstellung

2019

forma - figura - exemplar (Group Show), Galerie weartberlin, Berlin Art Week, Berlin (DE)

2017

„schön und gut“, LAUDA Fabrik Galerie, Lauda-Königshofen (DE)

2016

„20 Jahre, 20 Künstler“, Kunstverein Hof, Hof (DE)
NATURELL, weartberlin in der Galerie ICON Berlin, Berlin (DE)
Galerie KunstNesse mit Eva Nordal, Leer (DE)
„Frühjahrssalon“, Galerie ICON Berlin, Berlin (DE)
ART Karlsruhe (Messe), Karlsruhe (DE)

2015

Skulpturenforum Isernhagen Mit Zoppe Voßkuhl, Hannover (DE)
„Frühjahrssalon“, Galerie ICON Berlin, Berlin (DE)
ART Karlsruhe (Messe), Karlsruhe (DE)
„Herbstsalon“, Galerie ICON Berlin, Berlin (DE)

2014

Galerie Gering*, Frankfurt/Main (DE)
Galerie Liebau*, Burghaun (DE)
Galerie ICON Berlin*, Berlin (DE)
RathausART (Messe), Nürnberg (DE)
Realisme 2014 (Messe), Amsterdam (NL)
ART Karlsruhe (Messe), Karlsruhe (DE)
„Frühjahrssalon“ Galerie ICON Berlin, Berlin (DE)
ART.fair, Köln (DE)
„Herbstsalon“ Galerie ICON Berlin, Berlin (DE)

2013

Galerie ICON Berlin*, Berlin (DE)
Realisme 2013 (Messe), Amsterdam (NL)
ART Karlsruhe (Messe), Karlsruhe (DE)

2012

Galerie KunstNesse*, Leer (DE)
Galerie Gering*, Frankfurt/Main (DE)
ART Karlsruhe (Messe), Karlsruhe (DE)

2011

Kunstverein Hof*, Hof (DE)
Galerie ICON Berlin*, Berlin (DE)
Herrenhaus Liepen / Neubrandenburg (DE)
ART Karlsruhe (Messe), Karlsruhe (DE)
Galerie Irrgang, Leipzig (DE)

2010

Galerie ICON Berlin*, Berlin (DE)
Galerie LandskronSchneidzik* (DE)

2009

Skulpturenforum Isernhagen*, Hannover (DE)
Herrenhaus Liepen/Neubrandenburg* (DE)
Merck Finck & Co Privatbank*, Berlin (DE)
„Pure Painting“, ARTAFFAIR Regensburg (DE)

2008

Kunstverein Glauchau* (DE)
Skulpturenpark Katzow bei Usedom* (DE)
Galerie im IPP Greifswald mit Eva Nordal, Greifswald (DE)
Galerie ICON Berlin*, Berlin (DE)
Skulpturenforum Isernhagen, Hannover (DE)
Berliner Liste 2008 (Messe), Berlin (DE)
„Das Lächeln der Primadonna“ Riverloft Düsseldorf (DE)

2007

Galerie ICON Berlin*, Berlin (DE)
Deutsche Bank*, Berlin (DE)
Galerie ICON Berlin*, Berlin (DE)
Deutsche Bank*, Berlin (DE)
„Stille Post“ Galerie ICON Berlin, Berlin (DE)

2006

Schloss Wolfsburg*, Wolfsburg (DE)
Merck Finck & Co Privatbank*, Berlin (DE)
Galerie Waidspeicher, Erfurt (DE)

2005

Galerie Artischocke*, Lörrach (DE)
Galerie ICON Berlin*, Berlin (DE)
„Öst-Westlicher Diwan“, Bundes­presseamt Berlin (DE)

2004

Galerie ICON Berlin*, Berlin (DE)
Ausstellung „network tra artisti Berlino-Florenz“ im Palazzo Panciatichi, Florenz (IT)

2003

Galerie Giesler und Partner*, Berlin (DE)
Galerie ICON Berlin*, Berlin (DE)

2002

Galerie ICON Berlin*, Berlin (DE)

2001

Galerie Giesler und Partner*, Berlin (DE)

1993

Galerie Franz Mehring*, Berlin (DE)

1992

Inselgalerie*, Berlin (DE)

1991

Atelierhaus Oppelner Straße*, Berlin (DE)

1988

Theatergalerie*, Rosenheim (DE)

1987

Galerie 2016*, Neuchätel, Schweiz (CH)

1986

Galerie Ismus*, West-Berlin (DE)

 

Zahlreiche Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen.

 

Sven Wiebers

WERKE VON Sven Wiebers

  • Trans Lux
  • Garten Eden 4
  • Kleine Wellen
  • Mythischer Wald
  • Kleine Pfütze
  • Baumblüte
  • Frühling
  • Fischland
  • Hamburger See
  • Große Wiese
  • Im Grunewald
  • Der Tag kommt
  • Lichtung
  • Grün Weiß
  • Lebensbaum
  • M
  • Dach
  • New York 2000
  • Eckhaus
  • East Village

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AUSSTELLUNGEN

forma - figura - exemplar
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Berlin Art Week
TERMINE | 13 - 15 SEP 2019
ORT | Potsdamer Strasse 91, 10785 Berlin
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